Franken: „Mia san mia“ sind die anderen

Veröffentlicht: Dezember 3, 2012 in Uncategorized

Was ist das eigentlich – Franken? Bloß ein Landstrich im nördlichen Bayern oder doch eher eine Geisteshaltung? Ehemaliges Zonenrandgebiet, Bierregion und Heimat des 1. FC Nürnberg oder ein Haufen versprengter Lokalpatrioten jenseits des Weißwurstäquators? Warum sprechen Franken aus Prinzip kein Rachen-R, was hat es mit „weichem b“ und „haddm d“ auf sich und warum übernehmen die „Bedras“ bald die Weltherrschaft? Warum ist der Karpfen der Clochard unter den Fischen und was hat eine gebackene Schweineschulter mit modernem Feminismus zu tun?

Mal eigen und verspielt, mal fremdelnd, mal staunend ergründet die gebürtige Bayreutherin Mia Pittroff mit ihren Erzählungen und Spinnereien, Tiraden und Betrachtungen den herben Charme des fränkischen Kosmos – und macht durch die Erfindung der Leberkäsemaske ganz nebenbei den Gang in den Schönheitssalon überflüssig. Keinen eigenen „Tatort“, aber dafür 200 Biersorten – ein fränkisches Gelage mit Kabarettistin Mia Pittroff.

Mia Pittroff, geboren in einer lauen Aprilnacht 1980, wuchs an der Autobahnausfahrt Nord im oberfränkischen Bayreuth auf. Ob der erhöhte Kohlenmonoxidgehalt ihrer Kindheit Einfluss auf ihre Karriere als Mundartautorin, Poetry Slammerin und Kabarettistin hatte, ist bis dato ungeklärt. Seit 2010 tourt die studierte Germanistin und Kunsthistorikerin mit ihrem Soloprogramm Mein Laminat, die Sabine und ich über deutschsprachige Kabarett- und Fernsehbühnen, schreibt als freie Autorin für den Bayerischen Rundfunk und trägt Gedichte auf 60sten Geburtstagen vor. Mia Pittroff lebt derzeit in Berlin.

Verlag: http://conbook-verlag.de/heimatbuch_franken.html

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